Die Flussperlmuschel

Die Flussperlmuscheln kamen vor 12.000 Jahren nach der letzten Eiszeit mit Bachforellen und Lachsen in die Flüsse und Bäche Bayerns. Erst 7.000 Jahre später, ab der Jungsteinzeit, siedelten hier auch Menschen. Seit dem Mittelalter wich die Wildnis einer Kulturlandschaft. In ihr gediehen die Flussperlmuscheln Jahrhunderte lang, unbeschadet durch die vielfältigen Aktivitäten der Menschen an den Bächen und in deren Umland. Erst in jüngster Zeit, seit etwa 50 bis 100 Jahren, gehen die Muschelbestände überall in Bayern und in Europa dramatisch zurück. Heute ist die Flussperlmuschel so stark gefährdet wie der Riesenpanda oder der Berggorilla.
Erst in den letzten Jahrzehnten aber waren die Auswirkungen auf die Bäche und Ihre Bewohner so gravierend, dass die Flussperlmuschel heute aus dem Perlenbach und den meisten Perlgewässern fast verschwunden ist.
Quelle: Naturpark Fichtelgebirge
Bild: Landesfischereiverband Bayern