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Streusiedlung Grünhaid
Anfänge:
Vor Gründung der Streusiedlung Grünhaid gab an der nördlichen Grenze (am Perlenbach) eine Ansiedlung. Es war ein kleines Dorf, das heute nur im Namen der Ortsflur weiterlebt – „Grüna/Grünau“
Erstmals schriftlich erwähnt wurde Grünau 1414 im Urkundenbuch zur Geschichte des Hauses Hohenzollern. Es wurde aber schon früh wieder aufgegeben. So wurde es 1417 als Wüstung beschrieben.
Die genaue Lage des Dorfes ist nicht bekannt. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Behausungen westlich, unterhalb und anschließen an die Grünauer Mühle, am linken Ufer des Perlenbachs befunden haben.
Bild: Kathrin Rödig

Streusiedlung Grünhaid: Bild
Grünauer Mühle
Ist das einzige Gebäude, welches vom Dorf Grünau bis heute erhalten geblieben ist.
Bild: Norbert Huber

Streusiedlung Grünhaid: Bild
Der Sauerbrunnen
Auch bekannt als „Sophienquelle“. 1881 wurde die Quelle in einem Brunnen gefasst. Auf der Pariser Weltausstellung 1898 erhielt das Grünhaider Mineralwasser eine große Goldene Medaille.
Der eisenhaltige Säuerling wurde 1929 neu gefasst. Ab 1930 durfte es als Mineralwasser abgefüllt und verkauft werden.
Im Jahr 1974 wurde von Alhard v.d. Borch der Mineralwasservertrieb aufgegeben.
Bild: Kathrin Rödig

Streusiedlung Grünhaid: Über
Grünauer Vorwerk
Ist eine kleine Siedlung aus der frühen Neuzeit (1688). Im Zuge des Baus der A93 musste der alte Weg von der Eisenbahnbrücke zum Vorwerk geschlossen werden. Es wurde eine neue Zufahrt errichtet.
Bild: Norbert Huber

Streusiedlung Grünhaid: Bild
Der Große Teich (Eisteich)
War wahrscheinlich kein Fischteich, sondern um Stauwasser für die Holzflößerei zu gewinnen. Im Jahr 1470 wird die Holzflößerei aus Schönwald (Schönwalder Wald) nach Hof erstmals erwähnt.
Das Flößen fand hauptsächlich im Frühling und Herbst statt, da der Wasserstand im Perlenbach ansonsten zu niedrig war.
Rd. 6 Jahrzehnte wurde in der Grünau (Perlenbach) die „Flussperlmuschel“ gefunden. Die Flößerei wurde eingestellt und die Perlenfischerei eingerichtet.
Heute ist er ein beliebtes Naherholungsgebiet.
Bilder: Martin Schmeckenbecher
Streusiedlung Grünhaid: Text

Streusiedlung Grünhaid: Pro Gallery
Grünhaid
Die Streusiedlung Grünhaid wird wie vermutlich keine zweite Gruppe menschlicher Wohnstätten in Deutschland von zwei Verkehrsadern durchschnitten. Der 1864 erbautem Eisenbahnlinie Hof-Selb/Plößber (Asch) und der 1997 erbauten BAB 93 (Hof-Regensburg).
Immer wieder mussten Straßen diesen Verkehrslinien angepasst werden. Die Verkehrsgeräusche der Autobahn sind im süd/östl. Teil der Siedlung sehr deutlich zu hören.
Siedlung wurde gegründet, um dem Grundherrn durch neue Pachtstellen wieder Einnahmen zu erschließen.
Das erste Haus (Haus Nr. 1 – Jetzt Lindenweg 35) entstand 1672. In nur wenigen Jahren entstand das ganze Dorf Grünhaid. Der Hauptausbau der Streusiedlung erfolgte kurz vor 1800.
Im Jahr 1811 bestand Grünhaid aus 29 Häusern. In der Grünhaid, der Grünauer Mühle, dem Grünauer Vorwerk und Neuenbrand. Erst 1962 wurden die Grünhaider Grundstücke neu durchnummeriert. In diesem Zuge erhielten die Grünauer Mühle, das Grünauer Vorwerk und Neuenbrand eigene Hausnummern.
Wichtige Merkmale einer Kulturlandschaft sind Teiche und Weiher. So gehören zu Grünhaid der „Eisteich“, der „Weiße Steinteich“ (jetzt Freibad), Teiche bei der Grünauer Mühle und eine Fischzucht-Anlage (Farmsteich), die an die Liegewiese des Freibads anschließt.
In den letzten 2 Jahrzehnten hat sich der Ortsteil Grünhaid zum Schwerpunkt für Erholung und Fremdenverkehr in der Stadt Schönwald entwickelt.
(Quellen: Arbeitskreis Heimatgeschichte; Werner Simon)
Streusiedlung Grünhaid: Text
Auf diesem Feld/Wiese ist die Anlage geplant. Diesen Blick wird es dann nicht mehr geben!
© Bild: Martin Schmeckenbecher

Blick über die zukünftig bebaute Acker-/Wiesenfläche

Blick über die Ackerfläche

Blick über die zukünftig bebaute Acker-/Wiesenfläche
Streusiedlung Grünhaid: Infos
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